Wo der berühmte Roman von Alessandro Manzoni spielt
Promessi Sposi (Die Brautleute) von Alessandro Manzoni ist sicherlich einer der wichtigsten Romane in der Geschichte der italienischen Literatur. Die Geschichte spielt zwischen 1628 und 1630 in der Lombardei während der spanischen Herrschaft. Mit Italian Traditions kannst du die wichtigsten Schauplätze des Romans entdecken. Es sind Orte, die im Roman oft wiederkehren, und die der Autor mit einem besonderen Stil verwendet, um einige Aspekte des Charakters der Figuren hervorzuheben, die sich aus den Eigenschaften der von ihnen bewohnten Orte ergeben. Darüber hinaus beginnt der Roman mit einer Beschreibung des Ortes, an dem die Geschichte spielt.
Wo spielt die Geschichte?
Die Ereignisse, die Alessandro Manzoni in der Geschichte der Promessi Sposi erzählt, finden in dem Gebiet statt, das heute Teil der Lombardei ist. Die Heimatstadt der Protagonisten wird nie erwähnt, aber aus dem was wir wissen, geht hervor, dass sie nicht weit entfernt von Lecco am Comer See liegt. Das Castello dell’Innominato steht an einem nicht näher bezeichneten Ort. Außerdem spielt die Geschichte in Monza, Mailand und Bergamo. In der Erzählung kann man eine Differenzierung zwischen der Beschreibung von Stadt und Land bemerken. Das Land wird positiv beschrieben und die Menschen sind enger vereint und hilfsbereiter. Die Stadt ist das genaue Gegenteil.
Der Palazzo von Don Rodrigo (heute Villa Zucchi)
Einer der wichtigsten Orte ist der Palazzo, in dem Don Rodrigo wohnt. Er wird im Roman mit dem abfälligen Namen Palazzotto betitelt. Ein Begriff, der eine gewisse Unterlegenheit des Besitzers gegenüber seiner Mitmenschen unterstreicht. Sie betrachten ihn als eine unwichtige Person, die nicht gefürchtet werden muss. Das Anwesen befindet sich auf einem Hügel über den Häusern der Bauern, die das Land des Besitzers bewirtschaften. Der Autor beschreibt detailliert das Haus und die Figuren, die dort leben.

«Il palazzotto di don Rodrigo sorgeva isolato, a somiglianza d’una bicocca, sulla cima d’uno de’ poggi ond’è sparsa e rilevata quella costiera. […] Appiè del poggio, dalla parte che guarda a mezzogiorno, e verso il lago, giaceva un mucchietto di casupole, abitate da contadini di don Rodrigo; ed era come la piccola capitale del suo piccol regno. Bastava passarvi, per esser chiarito della condizione e de’ costumi del paese. Dando un’occhiata nelle stanze terrene, dove qualche uscio fosse aperto, si vedevano attaccati al muro schioppi, tromboni, zappe, rastrelli, cappelli di paglia, reticelle e fiaschetti da polvere, alla rinfusa».
(Alessandro Manzoni, Promessi Sposi, Cap. V).
Das Haus von Lucia und die Osteria
Das Haus von Lucia ist ein weiterer wichtiger Ort in der Geschichte der Promessi Sposi. Es steht am Ende des Dorfes und besteht aus zwei Etagen und einem Innenhof. Das Haus ist klein und sehr bescheiden. Dieser Ort gilt als unantastbar bis zu dem Zeitpunkt der Entführung von Lucia. Das Mädchen lebt hier alleine mit ihrer Mutter Agnes.

“Dominato da questi pensieri, passò davanti a casa sua, ch’era nel mezzo del villaggio, e, attraversatolo, s’avviò a quella di Lucia, ch’era in fondo, anzi un po’ fuori. Aveva quella casetta un piccolo cortile dinanzi, che la separava dalla strada, ed era cinto da un murettino. Renzo entrò nel cortile, e sentì un misto e continuo ronzìo che veniva da una stanza di sopra”.
(Alessandro Manzoni, I Promessi Sposi, Capitolo II).
Die Osteria wird von Manzoni auf eine negative Art beschrieben, da er sie für undurchsichtig und voller Tücken hält. Hier treffen sich Menschen, um teuflische Pläne und Täuschungen zu planen. Es ist ein Ort der Illusionen und Ausflüchte, der oft von den Söldnern von Don Rodrigo besucht wird. Das Lokal wird von einem Gastwirt geführt, von dem man gegen Bezahlung Informationen über die Einheimischen erhalten kann.
Das Pfarrhaus
“Giunto, tra il tumulto di questi pensieri, alla porta di casa sua, ch’era in fondo al paesello, mise in fretta nella toppa la chiave, che già teneva in mano; aprì, entrò, richiuse diligentemente; e, ansioso di trovarsi in una compagnia fidata, chiamò subito – Perpetua! Perpetua!”
(Alessandro Manzoni, Promessi Sposi, Cap. I).
Das Pfarrhaus spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte. Es wird von Don Abbondio, dem Pfarrer der Stadt, geleitet. Für den ängstlichen Priester ist das der einzige Ort, an dem er sich sicher fühlen kann. Das wird vom Autor im Anfangsteil des Romans beschrieben, als der Priester mit einer lebhaften Diskussion mit den Söldnern konfrontiert wird. In Kapitel VII wird der Ort jedoch durch die Ankunft von Renzo und Lucia geschändet, die sich hier zu verstecken versuchen. Dieses Ereignis erschüttert ihn, weil er erkennt, dass er auch hier verwundbar ist.
Die Geschichte der italienischen Literatur umfasst einige Texte, die jeder kennt und schätzt. Sie gelten als unbestrittene Meisterwerke und werden deshalb auch während der Ausbildung an italienischen Schulen studiert. Wenn du weitere interessante Informationen über den Comer See und seine Landschaften erfahren möchtest, empfehlen wir dir, diesen Artikel zu lesen. Promessi Sposi ist ein Roman, der immer wieder gelesen werden kann und die Schauplätze der Geschichte sollten unbedingt besichtigt und entdeckt werden.







