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Un dolce, tanti nomi

 

Dass es sich um eine Süẞigkeit handelt is jedem klar. Dass sie gut ist auch. Sie kann sowohl frittiert, wie auch im Ofen gekocht werden und wird normalerweise zum Karneval zubereitet. Ihr Ursprung kann bis zur römischen Epoche zurückverfolgt werden, eine Zeit während der sie frictilia genannt wurde, weil siewährend den Riten der Saturnalia ( der heutige Karneval, obwohl die Satturnalia im Dezember waren),  im Schmalz gebraten wurde. Wieso gerade zum Karneval? Weil die Schweine in der Vergangenheit am Anfang des Jahres geschlachtet wurden und es gerade deshalb einen Überfluss an Fett hatte, der ideal war, um dieses rechteckige, oder manchmal um sich gewendete Teigstück zu braten, welches ja nach dem italienischen Gebiet wo es zubereitet und gegessen wird auf verschiedene Weisen genannt wird.

Auẞerdem geht der Karneval die Fastenzeit voran, eine ziemlich strenge Zeit, wenn man die  aus einem Ernährungssichtpunkt ansieht und so wurde die Fülle an dieser Süẞigkeit und dem Frittierten im allgemeinen, als  eine Art Kompensation gegenüber den bevorstehenden Entbehrungen betrachtet.  Diese Süẞigkeit kann alleine, oder mit Puderzucker, Schokolade, Alchermes-Likör und Honig bestreut, verbraucht werden. Im Laufe der Zeit hat sich das Rezept meistens aus Ernährungsbedürfnissen, oder wegen Diäten verändert. Man kann also Varianten finden, die im Öl, anstatt im Schmalz gekocht werden, oder wie schon zuvor gesagt, im Ofen. Auẞerdem kann man das normalerweise verwendete Mehl mit Vollkornmehl ersetzen und zudem gibt es auch Rezepte für Veganer und Zöliakiebetroffene. Für die ersten darf e salso teine Schmalz, Butter und Eier enthalten, sondern Kartoffelstärke und natives Olivenöl extra; für die zweiten kann man eine Gluten-freies Mehl verwenden. Wie schon imVoraus gesagt, kennt man diese Süẞigkeit in den verschiedenen Teilen Italiens mit verschiedenen Namen. Der am meisten verbreitete Name ist chiacchiere, was vor allem in Mittel-und Süditalien der Halbinsel bestätigt wird (in den Regionen von Basilicata, Sicilia, Campania, Lazio, südliche Abruzzo, Molise, Umbria, Puglia, Calabria, Sassari und Parma), mit einigen Ausnahmen, die von den Städten Massa, Carrara, Milano und La Spezia dargestellt werden. In Napoli heiẞen sie so, weil die König von Savoyen so sehr über diese Süẞigkeit sprach, die  sie so sehr liebte, dass ihr Koch mit diesem  Namen aufkam.  In Genova, Torino, Asti, Imperia und Savona heiẞen sie bugie (aus dem Ligurischen böxie),cenci oder crogetti in Prato und in  Firenze, wo der Name auf einen Fetzen, ein Stück Stoff verweist.

 

Auch die Wörter cróstoli oder gròstoi oder auch grustal haben einen lateinischen Ursprung (sie stammen vom Wort crustula ab, was für Süẞigkeit, Krapfen steht) und werden in  Imperia, Rovigo, Vicenza, Treviso, in Trentino und Venezia Giulia gebraucht, crostui ist typisch im Friuli und sprelle (was von crispus, gekräuselt, kreppig stammt) wird dagegen in Piacenza benutzt.

In Montefeltro (Region Marche) und in Rimini (Region Emilia Romagna) werden sie wegen der Form, die ab und zu der Süẞigkeit gegeben wird Fiocchetti  genannt: nicht länger ein rechteckiges, flaches Teigstück, aber weiterhin auf sich selbst gewendet.

In Roma, Viterbo, Perugia und Ancona heiẞen sie  frappe, aus dem alt-französischen Begriff  frape, was Franse bedeutet (wegen dem gezackten Rand dieser Süẞigkeit), während sie in der Region Marche sfrappe und in Bologna sfrappole heiẞen.

In Venezia werden sie nach dem spanischen Wort gala genannt, welches auch vom Poeten Goldoni gebarucht wurde, um eine Guarnitur, eine Schleife zu bezeichnen, die zu bestimmten Anlässen getragen wird. Unter den vielen Namen haben wir dann auch die sardischen meraviglias, ein Wort, dass höchstwarscheinlich einen spansichen Ursprung hat und diese Süẞigkeit bezeichnet, die „schön zum anschauen ist“.

 

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