Die Insel Sardegna ist nicht nur im geografischen Sinn des Wortes eine Insel, sondern mit ihrer unverständlichen Sprache für die Ausländer, ihrer Ökologie und natürlich auch ihrer Küche, was die italienische Realität betrifft auch im kulturellen Sinn. Das Symbol der sardischen Küche ist das porceddu, der lokale Begriff für Ferkel, eine Delikatesse, die man fast nirgendwo anders finden kann. Ihre Hauptzutat ist natürlich ein Spanferkel am Spieẞ, der nicht über 5 Kilo wiegt. Wo liegt da die Schwierigkeit?

Erstens ist die Milch, die von den sardischen Ferkeln getrunken wird das Ergebnis einer spezifischen und lokalen Ernährung, einschlieẞlich Kräuter und Unterholz, die auf irgend eine Weise den Geschmack des Tieres beeinflussen. Das Feuer auf dem das Spanferkel gebraten wird, wird auẞerdem mit lokalen Gewürzkräutern bereichert, auf erster Stelle die Myrte, die dem Braten viel Geschmack gibt.
Des weiteren benötigt die Zubereitung ungefähr vier Stunden während denen der Spieẞ ständig kontrolliert werden muss und nicht viele Köche haben die Geduld und den Platz, um dies zu tun. Die Zutaten, unetr denen sich auch das Meeressalz befindet, dass gebraucht wird, um das Ferkel eine Woche vor dem Kochen einzureiben, sind offensichtlich wichtig, aber das beste porceddu hat auch ein anderes Geheimnis dahinter. Su porceddu a carraxiu ist das gleiche Rezept, aber anstatt das Ferkel auf den Spieẞ zu stecken, wird dieser in einer in der Erde gegrabenen Grube, auf Kohlen aus Myrte und Sanddorn, gebraten.





