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Die jahrhundertealten Olivenbäume des Salento

Die Region Puglia, wie auch das Gebiet des Salento, werden von den Touristen, die auf der Durchreise sind oft für ihre natürlichen Schönheiten, das Meer, die langen Strände und die Olivenhaine in Erinnerung behalten.  Der Olivenbaum, ebenso wie die Weinrebe, ist eine der Pflanzen der Puglia, die schon seit Urzeiten bekannt ist, es wird nämlich von vielen Authoren bestätigt, dass diese Region schon seit alten Zeiten zu den gröẞeren Ölhersteller gehört;  man denkt, dass der Olivenanbau um das VII Jahrhundert v. C. datiert und es ist offensichtlich, dass dieser eine wichtige Rolle in der Wirtschaft der Region Puglia spielte. Auf dem ganzen Gebiet hat man ungefähr 50-60 Millionen Olivenbäume geschätzt, viele unter diesen jahrhundertealt.

Groẞe Flächen voll mit von der Zeit gewundenen Stämmen, alle gleich und doch verschieden in der Struktur, in der Form, in der nunmehr gewaltigen Baumkrone, zeichnen sich die jahrhundertealten Olivenbäume scharf gegen die Weite des Gebiets des Salento ab und verleihen ihm die Düfte und die typischen Farben der Tradition.

Die geologischen Eigenschaften und die kaum notwendige Pflege, machen es so, dass die Olivenbäume über die Jahre, Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte den Stürmen und der vernichtenden Kraft des Windes, und des Regens, und der unerträglichen Dürre der Sommer des Salento stand halten können.

Es ist vor allem ihre Form, die Groẞe, wie auch kleine verzaubert und sprachlos lässt: die Pflanze hat einen sehr langsamen Wachstum und mit der Zeit verwandelt sich der Stamm, indem er immer gewundener wird, sich auf sich selbst biegt, und sich nach langer Zeit schlieẞlich in der Mitte spaltet. Die Ride nimmt je nach dem Alter des Stammes und dem Eindringen des Sonnenlichtes, welches das Holz verbrennt und austrocknet, verschiedene Farbtönungen an; wo die Sonne nicht scheint neigt das Holz dazu feucht zu bleiben, und manchmal verfault es sogar.

Obwohl sich das charakteristische Aussehen der Olivenbäumen, vor allem der jahrhundertealten Bäume im Stamm zeigt, sollte man jedoch nicht vergessen, dass sich das Hauptelement in der groẞen Baumkrone verbirgt: unzählige kleine, dunkle Bällchen aus denen man das grüne Gold des Salento extrahieren kann, das Olivenöl, dass mittlerweilen auf der ganzen Welt bekannt ist und exportiert wird. Abgesehen vom kommerziellen Wert, haben diese Bäume vor allem einen historischen Wert, und, auf eine bestimmte Weise, auch einen sentimentalen Wert und gerade deshalb müssen sie immer vor eventuellen Abholzungen und Explantationen geschützt und gewahrt werden: oft geschieht es nämlich, dass Privatpersonen sich entscheiden ihre Villen mit jahrtausendalten Olivenbäumen zu schmücken, welche, aus dem Boden entnommen werden und, wenn sie nicht wieder richtig eingesetzt werden auszutrocknen riskieren. Vor allem in den letzten Jahren, mit der wirtschaftlichen Krise, hat man sich immer mehr entschieden ganze Gebiete abzuholzen, die ursprünglich dem Anbau von Olivenbäumen dienten, und diese mit neuen Kulturen zu ersetzen, die eine gröẞere Produktionskapazität haben, oder schlimmstenfalls auch mit der Installation von technologischen Anlagen.

Auch was die Rechtsvorschriften der Region angeht versucht man einzugreifen, um das Problem zu regeln, mit dem Ziel das Gebiet und seine besonderen Eigenschaften zu wahren, aber die Bedürfnisse der Menschen untergehen einer ständigen und schnellen Entwicklung, die vielleicht viel zu schnell ist im Vergleich zum natürlichen Lebensrhythmus eines Baums, der Jahrhunderte alt ist.
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