Italienisches Olivenöl ist aufgrund seiner gelblichen Farbe auch als „Gold Italiens“ bekannt. Es ist eines der erfolgreichsten italienischen gastronomischen Produkte und wird in die ganze Welt exportiert. Die Produktion von Olivenöl hat seine Wurzeln in der alten Volkskultur, und trotz des Fortschritts der Industrie gibt es zahlreiche kleine Unternehmen und lokale Produzenten, die ihr eigenes Öl nach alter Tradition produzieren.
Olivenöl: das Gold Italiens
Unter den herausragenden italienischen Lebensmitteln sticht das berühmte Olivenöl besonders hervor, ein unerlässliches Produkt der mediterranen Diät, das man auf den Tischen aller Italiener findet. Olivenöl wird in ganz Italien produziert, vor allem aber in Apulien, Kalabrien und der Toskana. Die Produktion von Olivenöl ist eng mit den Volkstraditionen verbunden, obwohl die landwirtschaftlichen Betriebe gewaltige technologische Fortschritte gemacht haben, und daher die industrielle Produktion nicht mehr mit der alten, traditionellen Produktionsweise vergleichbar ist.

Sowohl in Italien als auch im Ausland kann man jedoch problemlos kleine Produzenten finden, die immer noch traditionelle Produktionsverfahren anwenden und, wenn auch in viel kleinerem Ausmaß, ihre herausragenden Produkte vertreiben.
Von Oliven zu Olivenöl: der Produktionsprozess
Italienisches Olivenöl wird hauptsächlich im Winter produziert, obwohl die Erntezeiten und -verfahren von Region zu Region je nach Baumart und Geomorphologie des Bodens erheblich variieren. Natürlich führen unterschiedliche Erntezeiten und -verfahren zu sehr unterschiedlichen Ölen. Jedes anständige Olivenöl, besonders wenn es von hoher Qualität ist, hat seine eigenen organoleptischen Eigenschaften und seine eigenen geschmacklichen und olfaktorischen Besonderheiten, genauso wie Weine oder andere traditionelle Produkte.

Die Produktion variiert von Region zu Region. Es gibt zahlreiche Ernteverfahren. In der Toskana werden die noch unreifen und grünen Oliven mit mechanischen Rüttelmaschinen geerntet. In Kalabrien werden Ernteverfahren angewandt, die stattdessen die natürliche Reifung der Oliven berücksichtigen. Die reifen Oliven fallen von allein auf große Netze, die auf dem Boden liegen. In Apulien werden die halbreifen Oliven manuell direkt von den Bäumen geerntet. Nach der Ernte werden die Oliven gesäubert und zur Ölmühle gebracht, in der durch Pressen das Öl gewonnen wird.
Italienisches Olivenöl: Unternehmen und Bezeichnungen
Italienisches Olivenöl kann verschiedene Bezeichnungen haben. Olivenöle mit der Bezeichnung „extravergine“ gehören zu den erlesensten Sorten. Die Bezeichnung „olio extravergine d’oliva“ stellt sicher, dass es sich um ein Öl handelt, das bei der ersten Pressung der erlesensten Oliven gewonnen wird. Es handelt sich um eine Bezeichnung , die nur mit vorheriger Genehmigung auf dem Etikett verwendet werden kann. Ohne das Bestehen von vorherigen Qualitätsprüfungen kann das Öl diese Bezeichnung nicht erhalten. Außerdem gibt es „Olio vergine“ und „Olio di Oliva classico“ mit absteigender Qualität. Bertolli und Carapelli sind sicherlich die bekanntesten italienischen Olivenölunternehmen in Italien und der Welt.
Woran erkennt man gutes Olivenöl?
Ein gutes italienisches Olivenöl erkennt man vor allem an seinem Geschmack. Bei schlechter Qualität hat es einen besonders scharfen und etwas pikanten, unangenehmen Geschmack. Die Färbung kann von hellgelb bis hellgrün variieren und hängt ausschließlich von den Erntezeiten der Oliven ab: Je reifer sie sind, desto goldgelber ist das Öl, je unreifer sie sind, desto eher ist das Öl grünlich. Ein Öl, das aus sehr reifen Oliven gewonnen wird, hat einen viel feineren Geschmack als Olivenöl aus noch grünen Oliven, das stattdessen intensiver und fruchtiger schmeckt. Die Bezeichnung DOP garantiert die Herkunft der Oliven.


