Ein typisches lombardisches Gericht
Der Winter erfordert mit seinen eisigen Temperaturen und den häufigen Niederschlägen eine angemessene Ernährung. Die alltägliche Küche greift oft auf alte italienische Traditionen zurück, die besonders geeignete Rezepte für diese besondere Jahreszeit vorschlagen. Eines der interessantesten Rezepte ist riso in cagnone, eines der wichtigsten lombardischen Gerichte. Es handelt sich um ein Reisgericht, das in einigen besonderen Gebieten der Region verbreitet ist.
Die Geschichte
Riso in cagnone wird auf lombardisch ris in cagnun genannt. Der Name kommt höchstwahrscheinlich von der dialektalen lombardischen Bezeichnung cagnun, was Insektenlarve bedeutet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Reiskörner am Ende des Garens diese Form annehmen. Er wird hauptsächlich als erster Gang serviert, aber kann auch als Beilage für Scaloppine oder Brathähnchen genutzt werden.
Noch etwas anderes: es handelt sich um ein typisches Wintergericht mit bescheidenen Ursprüngen. Die Regionen Piemont und Lombardei streiten sich um den Ursprung dieses Gerichts. Schon immer gab es im gesamten nord-westlichen Gebiet dieses Gericht unter demselben Namen. Eine der wichtigsten Besonderheiten des Gerichts ist der hohe Kaloriengehalt. Für die Hirten die ihr Vieh zum grasen in die Bergregionen brachten war das ideal. Das erste Schriftstück mit diesem Rezept ist Brevità di scalcheria von F. Cherubini und stammt aus dem Jahr 1658.
Die wichtigsten Zutaten
Das Gericht basiert auf einfache Zutaten aus den Gebieten in denen es weit verbreitet ist. Das ursprüngliche Rezept repräsentiert die italienischen Traditionen. Riso in cagnone weist nicht viele Abweichungen hinsichtlich des Gebiets auf. In der Regel bezieht sich die einzige wesentliche Veränderung der wichtigsten Rezepte dieses typischen lombardischen Gerichts auf die Anzahl der Knoblauchzehen die für die Zubereitung verwendet werden.
Die wichtigsten Zutaten die für die Zubereitung für 4 Personen verwendet werden, sind:
- 300 g Reis
- 1-4 Knoblauchzehen
- 4-5 Salbeiblätter
- 100 g Butter
- Geriebener Parmesankäse
- Extravergine Olivenöl
Zubereitung
Um das Gericht zuzubereiten, muss der Reis in ausreichend gesalzenen Wasser gegart werden. Das Wasser muss bis zum Kochen erhitzt werden. In der Zwischenzeit muss die gewünschte Anzahl an Knoblauchzehen zerdrückt werden. Dann werden sie mit Butter und Salbei angebraten bis sie nussbraun sind. An dieser Stelle muss man gut aufpassen sie nicht anbrennen zu lassen.
Wenn der Reis nach circa 13 Minuten Garzeit fertig ist, muss er abtropfen und kann dann auf die Teller gegeben werden. Nun müssen die vorher angebratenen Knoblauchzehen aus der Butter entfernt werden und dann kann sie zusammen mit dem geriebenen Parmesankäse auf den Reis gegeben werden. Der Reis sollte sofort, wenn er noch warm ist, serviert werden um ihn besser genießen zu können. Die Zeit für die Zubereitung von diesem Rezept beträgt normalerweise circa 30 Minuten.
Wie du gesehen hast, ist riso in cagnone eines dieser italienischen Rezepte, das besonders gut für den Winter geeignet ist. In diesem sehr bekannten typischen lombardischen Gericht kann man die italienische Geschichte und Tradition wiederentdecken. Hast du es schon einmal probiert? Wenn nicht, dann kannst du es jetzt mit diesem Rezept zubereiten. Bis bald mit dem nächsten Rezept!




