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Maccheroni

 

Wenn die Nudeln (pastasciutta) einen zweiten Namen benötigen würden, dann wäre es sicherlich  „maccheroni“.

Obwohl dieser Name in der Wirklichkeit eine bestimmte Teigwarensorte bezeichnet, kann es sich üblicherweise auch auf verschiedene Teigwarenformate beziehen (manchmal untereinander auch sehr verschieden).

Diese Verwirrung ist auf dem alten Ursprung des Begriffs  „maccheroni“ selbst zurückzuführen, welcher  in der Vergangenheit, ganz anders als heute, eine groẞe Menge an Teigwarenformate andeutete, so sehr, dass es schien, als ob es sich generell auf die italienische Pasta bezog.

Heute wird der generelle Begriff  „maccheroni“ auẞerhalb Italiens gebraucht, wo es sich meistens auf die Spaghetti bezieht und fast ein Synonym von Pastasciutta, wenn nicht generell der Pasta ist. In Italien, wie Sie womöglich mittlerweile erahnt haben, gibt es verschiedene Namen, um die unterschiedlichen Formen und Formate der  Teigwaren zu bezeichnen.

Viellecht sind die  „maccheroni“ das Teigwarenformat mit mehr Besonderheiten, so sehr, dass in Italien verschiedene regionale Gerichte „maccheroni“ heiẞen.

Um ein praktisches Beispel zu machen heiẞen die liniierten maccheroni  „rigatoni“ oder „tortiglioni“, wenn die Form dagegen gekurvt und nicht gerade ist werden sie „sedani“ oder „sedanini “ genannt (je nach Gröẞe). Der Name selbst scheint aus dem lateinischen „maccare“ zu stammen, was Komprimierung, komprimieren bedeutet.  Eine andere Vermutung ist, dass es  aus dem alt-griechischen Begriff Makaria kommt, Ein Gericht, dass aus Gerste-Teigwaren und Brühe gemacht wurde. Eine andere Möglichkeit könnte die sein, dass es immer aus dem griechischen màkares („der  Gesegnete“) stammt, ein Begriff, der auf die Verstorbenen hindeutet, da das makaria ein typisches Nahrungsmittel ist, welches hauptsächlich  während den Beerdigungsbanketten verbraucht.
Wie man sie zubereitet

Der Begriff „maccheroni“ bezieht sich auf eine generelle Sorte von Pastasciutta, mit einer Form, die einem leeren Rohr ähnlich ist, um die Soẞen besser festhalten zu können und zudem in verschiedenen Gröẞen vorkommt.

Die Maccheroni werden mit Hartweizengrieẞ, Wasser und Salz zubereitet. Man kann Zutaten wie Chilischoten, Spinat, oder  die Tinte eines Tintenfisches hinzufügen, um ihnen die typischen Farben rot, grün und schwarz zu verleihen.

Wie schon im vorherigen Abschnitt berichtet könnte der Begriff Maccheroni auf einige traditionelle Teigwarenformate hinweisen, die mehr lokal  und deshalb weniger verbreitet sind: in den Regionen Abruzzo und Molise deutet der Begriff Maccheroni zum Beispielper auf eine Sorte an, die den Spaghetti ähnlicher ist, aber einen quadratischen Querschnitt hat, anstatt einen runden zu haben.

In der Region Campania, wird die maccaronara irpina mit hausgemachter Pasta gemacht, die den Spaghetti ähnlich ist.

In einigen Gebieten der Toscana (vor allem im Innern der Provinz von Arezzo)weisen die Maccheroni auf Tagliatelle hin, wie im typischen Rezept der „maccheroni co‘ l’ocio„, welches mit Tagliatelle und einer Ganz-Hackfleischsoẞe zubereitet wird, während sie in Lucca mit den „straccetti„übereinstimmen (hausgemachte quadratische teigstücke).

In der Calabria deutet der Begriff Maccheroni (oder filejia, im Zentrum/Norden der Calabria) eine hausgemachte Pasta an, die halb so lang wie die Spaghetti ist(aber ein kleines Loch in der Mitte hat), die traditionsgemäẞ mit Ziegenfleisch zubereitet wird.

 

Einige Merkwürdigkeiten

  • Die Region Lazio hat die Maccheroni unter ihren Agrarerzeugnissen aufgelistet.
  • Der Begriff Maccheroni wurde schon von mittelalterlichen Authoren wie Boccaccio benutzt, während der Begriff Spaghetti erst 500 Jahre später in einem spielerischen Gedicht (Li maccheroni di Napoli)des neapolitanischen Komikers  Antonio Viviani erschien (im Jahr 1824).
  • Kurz nach dem Erscheinen der Maccheroni wurde eine neue litterarische Gattung erschaffen, die „latino maccheronico“ genannt wurde und den Prunk des klassischen Lateins (die Sprache der Gelehrten und der Adligen) mit gewöhnlichen Begriffen und Themen vermischte.
  • Auch heute weist der Begriff „maccheronico“ auf etwas ordinäres oder grobes hin.
  • Der Ausdruck „Come il cacio sui maccheroni“ (Wie der Käse auf den Maccheroni)weist dagegen auf etwas hin, dass sich in Begleitung auf etwas anderes besonders geeignet, oder passend ist.

Wie man sie zubereitet

Dank ihrer Form eignen sich die Maccheroni auf perfekte Weise zu Tomatensoẞen. Ihr Rohr-ähnliches Format fängt und hält die Soẞen nämlich auf perfekte Weise fest.

Genauso wie die Spaghetti das Symbol für die langen Teigwaren sind, sind es die Maccheroni  für die kurzen Teigwaren und eignen sich dementsprechend zu den Arten, in denen sie zubereitet werden können.

Die verschiedenen Maccheroni-Sorten weisen unterschiedliche Formate auf, wie vollständig glatt, oder liniiert, mit gekurvter-oder grader  Form. Das alles macht sie nicht nur besonders geeignet für verschiedene Soẞen (mit oder ohne Rahm), sondern auch für verschiedene Zubereitungsmethoden: nicht nur als Pastasciutta, sondern auch in der Bratpfanne, oder im Ofen.

Wenn wir vielleicht eine typisch italienische Zubereitungsmethode nennen sollten, dann wäre es die mit „cacio e pepe“ (Käse und Pfeffer) und ohne Tomatensoẞe.

 

 

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