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Eine Reise zwischen Geschichte und Erotik: die Lupanari von Rom und Pompeji

Die Lupanari von Pompeji und Rom waren Häuser für Begegnungen, die der Befriedigung des sexuellen Verlangens dienten. Heutzutage gibt es nur noch sehr wenige dieser Häuser, aber in den archäologischen Stätten von Pompeji stehen noch einige Überreste. Die Lupanari wurden oft als Wirtshäuser getarnt und mit sehr deutlichen Zeichen oder Inschriften beworben. Auch die Innenwände waren mit ansprechenden Wandbildern bemalt. Die Zellen wurden von Öllampen mit einem beißenden Geruch erleuchtet, der so stark war (da es sich um geschlossene Räume ohne Fenster handelte), dass jeder Gast sofort erkannt werden konnte, da ihm für mehrere Stunden der schreckliche Gestank anhaftete.

Eine Reise zwischen Geschichte und Erotik: die Lupanari von Rom und Pompeji

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Die Lupanari, Symbol der römischen Epoche, können zwischen Geschichte und Erotik eingeordnet werden und erzählen von der „rohen“ Seite der Traditionen der Vergangenheit. Der Begriff Lupanari ist der Name für Bordellgebäude, die zur Vermarktung sexueller Dienste in den ersten Jahrhunderten nach Christus dienten. Der Name „Lupanare“ leitet sich von dem Lateinischen “Lupa” = Prostituierte ab. Nur wenige dieser Gebäude haben die Launen der Zeit überlebt, auch wenn man heutzutage noch die Überreste einiger Lupanari in Pompeji in den archäologischen Stätten besichtigen kann.

Die Lupanari von Pompeji

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Die meisten Lupanari bestanden aus einfachen Schlafzimmern, die auf der Rückseite eines Wirtshauses angeordnet waren und in der Regel von der Unter-und Mittelschicht besucht wurden, da die Preise für die sexuellen Dienstleistungen sehr niedrig waren. In den Lupanari gab es lediglich ein Bett, Öllampen und eine Eingangstür (manchmal direkt zur Straße hinaus). Der gesamte Raum wurde genutzt und die Wände waren mit sehr eindeutigen erotischen Wandbildern bemalt. In Pompeji, kann man im Regio VII 12 18 noch zwei Lupanari besichtigen, die die Zerstörung der Stadt durch den Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n. Chr. überlebten.

Die römischen Lupanari

In Rom gab es im Vergleich zu Pompeji nur wenige Lupanari, obwohl die Stadt definitiv mehr Einwohner hatte. Obwohl es offiziell nur 50 Bordelle im ganzen Gebiet gab, weiß man allerdings nicht wie viele Bordelle als Wirtshäuser getarnt waren, von denen es heutzutage keine Spuren mehr gibt. Die Gegenden in Rom mit den meisten Lupanari (in Pompeji waren sie in allen Stadtteilen verbreitet) waren Circo Massimo und Suburra. Messalina (die Frau des römischen Kaisers Claudius) hatte in der Gegend von Circo Massimo eine eigene private Zelle, in der sie sich unter dem Pseudonym Lycisca prostituierte.

Die Prostitution in der griechisch-römischen Epoche: Moralvorstellungen und kollektives Bewusstsein

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Die Prostitution in der griechisch-römischen Epoche: Moralvorstellungen und kollektives Bewusstsein

Im alten Rom wurden die Lupanari, die heute noch in den archäologischen Stätten von Pompeji, besichtigt werden können, keineswegs als Orte des Verderbens betrachtet. In der Antike galt Prostitution als absolut normal und beinahe „physiologisch“. Niemand rühmte sich damit, zu den Prostituierten („lupe“) zu gehen. Viele Männer trugen Kapuzen oder Perücken, um nicht beim Betreten eines Lupanare entdeckt zu werden, aber generell wurde die Prostitution nicht als moralisch verwerflich betrachtet. Es war erlaubt, sein sexuelles Verlangen zu befriedigen, auch wenn dafür bezahlt wurde.

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