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La Colomba

Zusammen mit dem Osterei aus Schokolade gehört die Colomba zu den typischen italienischen Süẞwaren der Osterzeit. Ihr Ursprung ist von Legenden umhüllt. Eine erste Auffassung datiert sie um die Zeit der Langobarden, genauer gesagt um das 6. Jahrhundert und zwar in der Gegend von Pavia. Nach der Belagerung der Stadt wurde dem damaligen langobardischen König Alboino als Zeichen des Friedens ein süẞes Brot mit der form einer Taube angeboten.

Eine andere Legende bringt die Colomba mit der langobardischen Königin Teodolinda in Verbindung und auch mit dem heiligen irländischen Abt San Colombano.  Bei seiner Ankunft in der Stadt um das Jahr 612, wurde der Abt von den langobardischen Herrschern empfangen und von letzteren zusammen mit seinen Mönchen auf ein stattliches Bankett eingeladen. Bei diesem Anlass wurden ihm zahlreiche Gerichte mit gebratenem Wild angeboten, aber, da die Mönche das reiche Fleisch wegen der Zeit der Buẞe, die mit der Fastenzeit verbunden war, nicht essen durften, lehnten sie ab. Die Königin fühlte sich beleidigt, aber der Abt war im Stande die bedauerliche Situation zu überwinden, indem er erklärte, dass sie das Fleisch nur nach dem Segnen hätten verbrauchen können. Der Mann erhob also die rechte Hand um das Kreuzzeichen zu machen, als sich die Speisen plötzlich in schneeweiẞe  Brottauben verwandelten, welche weiẞ wie die Gewänder der Mönche waren. Die weiẞe Taube stellt auch das ikonografische Symbol des Heiligen dar und wird immer auf seiner Schulter abgebildet.

Abgesehen von den alten Legenden und Vorschlägen, ist die Erschaffung der Colomba offiziell in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahhunderts zurückzuführen und dies dank einer industriellen Intuition, die sich eine wahrhafter Erfolg herausstellte. Wir befinden uns in der Stadt Milano der 30er Jahre, im Innern der Anlagen des Betriebs Motta, der schon für seine Panettone berühmt war.  Aus dem Willen die Maschinen und die Zutaten ausnutzen zu können, die für die Produktion der weihnächtlichen Süẞwaren gebraucht wurden, kam der Herr Dino Villani, Leiter der Werbung,  auf eine wirklich erfolgreiche Idee. Auf diesem Weg entstand die Colomba: eine Süẞigkeit, welche den gleichen Zubereitungsprozessen des Panettone folgt und von einer knusprigen Mandelschicht vollendet wird.  Das Rezept wurde dann von Angelo Vergani wieder aufgenommen, der im Jahr 1944 die Firma Vergani Srl gründete, ein mailändischer Betrieb, der heutzutage noch Colombe produziert. Seither gelangte diese Süẞigkeit der Osterzeit auf de tafeln der Italiener und überschritt sogar die nationalen Grenzen.

Der Originalteig aus Mehl, Eiern, Butter, Zucker und kandierter Orangenschale, der eine reiche Mandelglasur hatte, hat später verschiedene Formen und Varianten angenommen. Seine Form ist offensichtlich mit der christlichen Tradition verbunden: der vogel ist ein Tier, dass in den heiligen Schriften, sowohl im neuen, wie auch im Alten Testament sehr häufig vorkommt.

Seit der Zeit der Arche Noahs, bis zu der Auferstehung Christi war die Taube immer die Darstellung des Heiligen Geistes, der Rettung und der Hoffnung.

Obwohl es sich um eine ziemlich neue Erfindung handelt, besetz die Colomba in der italienischen Gastronimie schon einen wichtigen Platz und stellt eine auẞergewöhnliche Produktion der handwerklichen Konditoreien dar. Die Colomba ist eine zarte, weiche und wohlduftende Süẞigkeit, was das Äuẞere angeht, gegen einem feuchten Inneren und benötigt einen aufwendigen Zubereitungsprozess.

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