Weihnachtsmärkte sind in ganz Italien weit verbreitet. Ursprünglich aus der nordeuropäischen Tradition, vor allem aus der deutschen und der österreichischen Tradition entstanden, gehören sie heute fest zu den italienischen Gepflogenheiten. Die nördlichen Regionen, angefangen bei Trentino Südtirol, sind dem Ursprung und der Atmosphäre dieser Tradition am nächsten. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung in allen italienischen Regionen, bieten Weihnachtsmärkte auch eine interessante Gelegenheit, um verschiedene Produkte zu suchen und zu finden, die für Geschenke verwendet werden können.
Das Angebot der Weihnachtsmärkte ist sehr groß und umfasst verschiedene Produkte: Haushaltsartikel und Geschirr, gastronomische Produkte, Kinderspielzeug, Geschenke und vieles mehr. Diese Produkte werden oftmals von Kunsthandwerkern mit einzigartigen Fähigkeiten hergestellt. Mitunter ist es daher möglich, die Arbeit einiger Meister zu beobachten, darunter Glasmacher, Dekorateure und Holzbildhauer, die ihre Kreationen erschaffen und dann dem Publikum zur Verfügung stellen.
Turin

In der Piemontesischen Landeshauptstadt gibt es einen besonders bekannten Weihnachtsmarkt, der auf der zentralen Piazza Castello abgehalten wird und sich auf das Kunsthandwerk konzentriert. Es gibt aber auch andere Weihnachtsmärkte in der Stadt, wie der in Borgo Dora, bei dem die interessantesten Produkte Glas- und Keramikobjekte sowie Stickereien sind.
Trentino-Südtirol
Die Städte Bozen, Brixen, Trient und Bruneck bieten die ältesten Weihnachtsmärkte. Die Wahl der Geschenke richtet sich dabei auf einige lokale Produkte, z. B. geschnitzte Holzobjekte, aber auch Woll-, Keramik- und Glaswaren. Bozen zeichnet sich mit dem größten Weihnachtsmarkt Italiens auf der Piazza Walther, vor allem durch traditionelle Holz- und Keramikprodukte aus. In Brixen stechen besonders Produkte aus Filz und nach Tiroler Tradition bestickte Artikel hervor. In Trento wird auf Wurstwaren, Käse und lokale Weine gesetzt, während es in Bruneck herausragende Keramikprodukte gibt.
Bologna

Die Stadt Bologna ist nicht nur wegen ihrer Universitätstradition als „Dotta“ bekannt, sondern kann auch wegen ihrer ausgezeichneten kulinarischen und gastronomischen Tradition als „la grassa“ („die Fette“) bezeichnet werden. Die Weihnachtsmärkte der Stadt, die eine sehre alte Tradition haben, bieten eine ausgezeichnete Gelegenheit, um Geschenkartikel sowie öenogastronomische Produkte von höchster Qualität auszuwählen.
Gubbio

Diese kleine Stadt in der Provinz Perugia, die unter anderem für den größten Weihnachtsbaum der Welt bekannt ist, bietet jedes Jahr einen faszinierenden Weihnachtsmarkt, auf dem schmiedeeiserne Gegenstände die wichtigsten Produkte sind.
Rom

Piazza Navone ist wahrscheinlich der berühmteste Platz, von den vielen Plätzen, auf denen Weihnachtsmärkte veranstaltet werden, und eignet sich besonders für den Kauf von Geschenken für Kinder.
Avezzano

Die kleine Stadt Avezzano in den Abruzzen beherbergt einen Weihnachtsmarkt, bei dem traditionelle Produkte aus Holz und Eisen, lokale Lebensmittel und Grappa eine entscheidende Rolle spielen.
Napoli

Auf den Weihnachtsmärkten der neapolitanischen Stadt, die vor allem mit der Krippentradition verbunden sind, werden traditionelle Kunsthandwerksprodukte angeboten. In Neapel sollte man sich daher auf Krippen oder handgemachte Krippenfiguren konzentrieren, um etwas zu verschenken, das die Stadt zutiefst zum Ausdruck bringt. Es lohnt sich vor allem, die Stände und Geschäfte in der Via San Gregorio Armeno, der wahren „Hauptstadt“ der italienischen Krippenkunst, zu besuchen. Hier sollte man Krippen, Figuren und Karikaturen berühmter Persönlichkeiten kaufen, die alle von den berühmtesten Vertretern der lokalen Handwerkskunst hergestellt wurden.


