Search

Matera, die Stadt der Sassi

Umberto Rosolia bringt uns nach Matera, die Stadt der Sassi. Und genau bei diesen unglaublichen Siedlungen, die in die Felswand geschlagen und erbaut wurden, beginnt seine und unsere Reise on the road. Die Sassi gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und bilden ein einzigartiges Städtesystem, das die Geschichte seit der Steinzeit bis zur Gegenwart durchquert. Und sie beinhalten nicht nur Häuser die bewusst die Ressourcen der Sonne, des Wassers und des Gesteins nutzten, sondern auch einen bemerkenswerten Bestand an Kirchen mit Höhlenmalereien. Kurzum eine regelrechte Kulturlandschaft.

Die Sassi, der Barisano und der Caveoso liegen entlang des Wasserlaufs von zwei Tälern, und teilen sich wiederum in Stadtviertel auf. Zwischen den zwei Tälern sticht der Felsen der Civita hervor, auf dem eine wunderschöne romanische Kathedrale errichtet wurde. Dies ist das ursprüngliche Zentrum von Matera, in dem sich früher das römische Castrum befand.

Rundherum ein verworrenes Netz aus Häusern, Zisternen, Kirchen, Fußwegen und Höhlen. Wie das Palombaro Lungo, ein großer Wassertank der Teil des alten Systems zur Wassergewinnung war, das die Stadt versorgte, die Höhlenmalereien von Santa Lucia alle Malve, einst Sitz einer Ordensgemeinschaft, Santa Maria di Idris, oder das Convicino di Sant’Antonio, bestehend aus vier Grabkammern mit Höhlenmalereien. Zahlreiche Höhlenhäuser können besichtigt werden, in ihnen kann man die Wohnräume der alten Sassi sehen.

Matera

Das gilt auch für das historische Höhlenhaus von Vico Solitario, in dem man den ganzen Reiz von dem historischen Haus, das in die Felswand geschlagen wurde und bis 1957 von Landarbeitern und Hirten bewohnt wurde, widerentdecken kann. Hier kann man ein Bett mit einer Matratze aus Maisblättern, das etwas über dem Boden steht um den Kontakt mit Tieren zu verhindern, einen kleinen Tisch, die Küche und Geräte die für die Hausarbeit und zum kochen genutzt wurden, sehen.

Der Sasso Caveoso verwahrt fast vollständig in die Felswand geschlagene und unversehrt gebliebene Wohnhäuser. Im Zentrum erhebt sich die Kirche von San Pietro Caveoso, von der man einen atemberaubenden Blick auf die Gravina genießen kann. Das Viertel Sasso Caveoso ist durch sein antikes Aussehen geprägt, vor allem in der Gegend die in Via Casalnuovo führt. Es ist ein Stadtteil der überwiegend aus Wohnhäusern besteht, die fast vollständig in die Felswand geschlagen wurden und größtenteils unbeschädigt geblieben sind.

Sasso Barisano ist dagegen der Stadtteil der am stärksten saniert wurde und von den Touristen überlaufen wird, und ebenso äußerst lebhaft unter dem Aspekt der Kultur, der Unterhaltung und dem Hotelgewerbe ist. Eine letzte Anmerkung: Matera wird 2019 Europäische Kulturhauptstadt sein.

Write a response

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Close
Your custom text © Copyright 2018. All rights reserved.
Close