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Die Geschichte des Wohnmobils

Eine neue Art und Weise zu Reisen: frei von Pflichten, Buchungen und Uhrzeiten. Das ist das Wesen und der Sinn einer faszinierenden Tourismusform- im Freien zu reisen, die in unserem Land immer weiter wächst und in letzter Zeit auch die Aufmerksamkeit der Presse auf sich zieht. Symbol des Slow-Urlaubs, mit der Umgebung eins werden, ist das Wohnmobil ein echter Lebensstil, eine Herangehensweise an den Urlaub, die im „Belpaese“ 5,6 Millionen Touristen beträgt. Aber wann und wie wurde diese Urlaubsform erfunden? Welche ist seine Geschichte? Springen wir in alte Zeiten!

Die modernen Wörterbücher beschreiben den Caravan wie ein „Fahrzeug mit Unterkunft“  oder auch wie „ein Freiheitfahrzeug zum Campen , das für die Reise ausgerüstet ist“. In Wirklichkeit dienten die ersten Caravans  dazu, den Reisenden Unterkunft und Schutz zu bieten. Denken Sie an Künstler, die ein Publikum suchten, Handwerker die entfernte Kunden hatten oder auch nur an Wanderer, die einen neuen Wohnsitz suchten. Wagen für den Personen- und Gütertransport mit Unterkunftsmöglichkeiten, wurden in Europa rund um 1810 gebaut und ab 1820 in England von Straßenhändlern und von Zirkusartisten benutzt. Die Ersten die im Caravan (vardos) wirklich lebten, waren sind die Zigeuner.

Der Vorfahr des Wohnmobils ist der Wohnwagen, von Gordon Stables in England rund um das Jahr 1885 erfunden. Er ließ sich von einem Unternehmen, das auf Eisenbahnwagons spezialisiert war, einen Caravan mit sechs Plätzen, von Pferden gezogen, bauen. Innerhalb dieses Wagons befanden sich eine Küche, ein Tisch und eine Schlafcouch.  Um das erste Wohnmobil mit Motorfahrzeug zu sehen, müssen wir bis 1920 warten. Es wurde von Hand gefertigt und war nur für wohlhabende Kunden bestimmt. 1921, nach dem Vorbild der Fahrzeuge von Ford, realisierte das amerikanische Unternehmen Campingcar, das erste Beispiel eines Wohnmobils für den Tourismus mit vier Schlafplätzen und einem Tisch.

Nach dem ersten Weltkrieg sah man schon verschiedene von Autos gezogene Wohnwagen, während das Wohnmobil nur für Wenige und eine Seltenheit war. Ab 1950 war es üblich Lieferwagen zu sehen, die als Wohnmobil ausgerüstet waren, auch wenn spartanisch eingerichtet. Das bekannteste Beispiel dafür ist der Bedford.

Wenn Sie einen langjährigen Camper fragen, welches Fahrzeug die Geschichte des Wohnmobils geprägt hat, wird die Antwort ohne Zögerung „Westfalia“ lauten. Das deutsche Unternehmen begann 1951 sein eigenes Wohnmobilmodell zu entwickeln, das alle Modeerscheinungen der verschiedenen Epochen überlebt hat. Durch den Umbau in einen mit vier Schlafplätzen ausgerüsteten Caravan auf der Basis  des kleinen Lieferwagens von VW, begann das deutsche Unternehmen 1961 die ersten Serienmodelle herzustellen. Im gleichen Jahr produzierte die italienische Firma Arca das Modell Noe` und wurde zu ein Vorbild der Wohnmobilhersteller in Italien.

Heute zeigen sich die Wohnmobile außen und innen sehr gepflegt, enthalten jeden Komfort, wie ein Haus, sind für jedes Klima durchdacht,  mit allen Zubehörteilen ausgestattet, und erlauben eine große Unabhängigkeit von jeglicher Infrastruktur.

 

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