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6 Millionen Italiener verfolgen eine glutenfreie Diät ohne Zöliakiekrank zu sein

Ein großer und permanent steigender Anteil der italienischen Bevölkerung hat sich ohne ersichtlichen Grund für eine glutenfreie Diät entschlossen: eine besorgniserregende Tatsache, die auf ein Fehlen korrekter Esskultur aufmerksam machen sollte. Eine glutenfreie Diät zu verfolgen, ohne an Zöliakie erkrankt zu sein, ist verrückt und unsinnig. Die Haltung der wissenschaftlichen Welt diesbezüglich ist eindeutig, ohne Zweifel handelt es sich hierbei um etwas sinnloses. Aber warum scheint dieser Trend dann unaufhaltsam zu sein? Der Ausgangspunkt sind fehlende Informationen. Die abrufbaren Schlagzeilen im Netz, die Gluten als Feind, der mit allen Mitteln bekämpft werden muss, ansehen, sind sicherlich nicht hilfreich. Deshalb sollte man sich nur auf zuverlässige Quellen verlassen und lernen dem eigenen Hausarzt mehr zu vertrauen oder stattdessen einem guten Gastroenterologen oder einem Ernährungsberater des Vertrauens, alles Fachleute denen man seine Zweifel unterbreiten kann. 

6 Millionen Italiener verfolgen eine glutenfreie Diät ohne Zöliakiekrank zu sein, die Daten der Weltgesundheitsorganisation sind eindeutig: die Italiener sind zunehmend besorgt über eventuelle Nebeneffekte beim Verzehr von Gluten. 6 Millionen gesunde Menschen haben sich ohne ersichtlichen Grund für eine glutenfreie Diät entschlossen: eine besorgniserregende Tatsache, Indiz für einen Trend auf  Vormarsch. Besorgniserregend ist der Mangel an Wissen in Bezug auf das Thema. Die Mehrheit der Italiener schließen Gluten nur aus, um dem „Trend“ des Augenblicks zu folgen.

Italiener und Gluten: stiller Feind oder wertvoller Verbündeter? 

Gluten macht den „Proteingehalt“ der allermeisten Gräser aus. Gluten ist in Weizen, Weichweizen, Gerste, Roggen, Dinkel, Kamut und vielen anderen gängigen Getreidearten enthalten. Selbstverständlich ist es sowohl im vollen Korn als auch in Mehl und in Backwaren nachweisbar. Gluten verursacht starke Immunreaktionen bei Zöliakiekranken, eine einfach diagnostizierbare Autoimmunerkrankung durch klinische/medizinische Untersuchungen. 

Du musst eins berücksichtigen: Zöliakie ist eine irreversible Krankheit, wer daran leidet, muss Gluten aus seiner Ernährung ausschließen (lebenslang) um gesund zu bleiben und schwere Folgeerkrankungen zu vermeiden. Aber gesunde Menschen sollten sich keinesfalls um Gluten Sorgen machen. Denn Gluten „liefert“ dem Getreide sogar einen geringen Eiweißanteil, vor allem in den Vollkornsorten vorhanden, wodurch auf natürliche Art und Weise eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit allen Makronährstoffen,  ermöglicht wird.

gluten free

Wieso also die Angst vor Gluten?

Die Italiener haben Angst vor Gluten weil sie davon überzeugt sind, dass es dick macht und dass es den Organismus chronisch und lautlos entzündet. Vollkommen falsche Überzeugungen und frei von wissenschaftlichen Grundlagen. Der Organismus entzündet sich wenn er mit potenziell schädlichen Lebensmitteln oder Inhaltsstoffen in Berührung kommt: Wer unter Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie leidet, muss Gluten aus seiner Ernährung ausschließen, wer nicht darunter leidet muss dies nicht machen, da er aus der Ausschließung nicht profitieren würde, sondern im Gegenteil desensibilisiert und dadurch nur Schaden anrichten würde. 

Durch die steigende Anzahl von Personen, die nicht an Zöliakie erkrankt sind, aber sich dennoch für eine Diät ohne Gluten entschieden haben, wird auch im Fernsehen und in den Zeitungen über diesen absurden Trend berichtet. Ernährungsberater und Experten der ganzen Welt bestätigen, dass es vollkommen falsch ist sich auf absurde Trends zu verlassen und dass man nur zuverlässigen Quellen glauben sollte. Wenn du denkst Zöliakiekrank zu sein,  dann vertraue lieber Webseiten wie die von AIC, suche Antworten auf deine Fragen und wenn nötig sprich mit deinem Arzt des Vertrauens.

Die Italiener und der Unterschied zwischen Zöliakie und Unverträglichkeit: reden wir Klartext

Du musst eins berücksichtigen: es ist zwar wahr, dass Zöliakie eine effektiv diagnostizierbare Krankheit ist, aber es ist auch wahr, dass es eine andere „Form“ von Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit der Aufnahme von Gluten gibt: Glutenunverträglichkeit, von den Wissenschaftlern „Gluten sensitivity“ genannt. Das ist eine individuelle Sensibilität, die keine starken Nebenwirkungen beinhaltet, die aber die Entstehung von chronischen Entzündungen fördern kann. Die häufigsten Symptome sind folgende:

  • Chronische gastrointestinale Beschwerden, auch leichte, wie Sodbrennen oder mangelnde Absorption 
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung 
  • Nährstoffmangel (Anämie, Vitaminmangel)
  • Blähungen, Wassereinlagerungen, Völlegefühl

Bei Anwesenheit von einem oder mehreren der oben genannten Symptomen, kann ein Gespräch mit einem Gastroenterologen sicherlich zur Lösung des Problems führen. Es ist daher unnötig sich auf berüchtigte Diäten zu verlassen: besser einen Test für die Erkennung von Zöliakie  durchführen, und bei nicht vorhandener Zöliakie eine eventuelle Unverträglichkeit untersuchen. Die Italiener sollten ein besseres Ernährungsbewusstsein haben: die eben beschriebenen Symptome könnten auch zu ganz anderen Problemen gehören, wie Laktoseintoleranz, Reizdarmsyndrom, Gastritis und so weiter. 

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