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Eine traditionelle Sportart: Florentiner Fußball

Worin besteht diese Sportart die seit der Antike in Florenz ausgeübt wird

In Italien gibt es viele lokale Traditionen und Aktivitäten wie Spiele und verschiedene Sportarten, die noch heute ausgeübt werden. Eine davon ist der Florentiner Fußball, der in den Gegenden von Florenz gespielt wird. Möchtest du eine der traditionellen Sportarten kennenlernen? Gut, mit Italian Traditions kannst du diese Sportart, die seit der Antike ausgeübt wird, entdecken. Wir erklären dir, worin diese Sportart besteht und was ihre wichtigsten Regeln sind. Außerdem werden wir über die Orte sprechen, an denen sie noch immer ausgeübt wird.

 

Ursprung

Florentiner Fußball, auch bekannt als Fußball im Kostüm, ist eine Sportart, die an das Spiel der alten Römer erinnert und Harpastum genannt wird. Es handelt sich um ein Spiel, bei dem sich zwei Teams begegnen und einen mit Luft gefüllten Ball benutzen. Viele betrachten diese Sportart als Vorfahr der beliebtesten Sportart in Italien, nämlich vom Fußball, aber aufgrund der Art und Weise, wie sie ausgeübt wird, erinnert sie eher an Rugby.

Die Tradition kugelförmige Körper unterschiedlicher Größe zum Spielen zu benutzen, hat sich seit der Antike verbreitet und man kann sie in jeder Kultur finden. Sowohl die Griechen als auch die Römer übten derartige Sportarten aus. Ein Beispiel dafür ist das Spiel Nel, das im antiken Griechenland ausgeübt wurde, und Harpastum, das stattdessen in Rom weit verbreitet war. Dieses Spiel besteht aus zwei Mannschaften, die um einen Ball kämpfen, der mit Lumpen oder Leder gefüllt war. Der Überlieferung nach stammt der Florentiner Fußball direkt von dieser weit verbreiteten Sportart im Römischen Reich ab.

Die frühesten Quellen, die seine Existenz belegen, stammen aus dem späten Mittelalter, also dem Ende des fünfzehnten Jahrhunderts, aber es gibt eindeutige Berichte über seine Verbreitung unter den jungen Florentinern in der ersten Hälfte des Jahrhunderts. Sie spielten auf den Straßen und Plätzen der Stadt. In den darauffolgenden Jahren wurde die Sportart nur noch auf den wichtigsten Plätzen der toskanischen Landeshauptstadt ausgeübt.

Aber das ist noch nicht alles, die Nachstellung dieses Spiels basiert auf dem berühmten Spiel, das am 17. Februar 1530 ausgetragen wurde, als die Florentiner trotz der Belagerung von Karl V. auf der Piazza Santa Croce spielten. Während dem gesamten 17. Jahrhundert war das Spiel sehr beliebt. Das letzte Spiel wurde im Januar 1739 gespielt. Sein Wiederaufleben erfolgte im Jahr 1930 anlässlich des 400. Jahrestages der Belagerung von Florenz. Heutzutage finden im Juni drei Spiele für das Fest des Schutzpatrons statt, die auf der Piazza Santa Croce ausgetragen werden.

 

Calcio storico Fiorentino

 

Source: http://blog.ilgiornale.it/

Die Regeln des Spiels

Die Regeln dieses alten Spiels haben sich im Laufe der Jahrhunderte erheblich verändert. Heutzutage werden die aus dem 16. Jahrhundert angewandt. Sie sind im Text von Giovanni Bardi zusammengefasst. Die Spiele dauern fünfzig Minuten und werden auf einem rechteckigen Feld gespielt, das vollständig mit Sand bedeckt ist. Es wird durch eine weiße Linie in zwei gleich große Quadrate geteilt, an deren Ende zwei Netze angebracht sind. Jede Mannschaft besteht aus 27 Personen, die Calcianti genannt werden.

Kurz gesagt, jedes der beiden Teams hat seine eigenen Spieler auf dem Feld, die nach Rollen unterteilt werden. Je nach Position gibt es also:

  • 4 Torhüter
  • 3 Verteidiger
  • 5 Mittelfeldspieler
  • 15 Stürmer
  • 1 Kapitän
  • 1 Läufer.

Um das Spiel zu beaufsichtigen, gibt es einen Schiedsrichter, dem 6 Linienrichter helfen. Außerdem gibt es noch einen weiteren Schiedsrichter, der außerhalb des Spielfelds bleibt. Darüber hinaus gibt es den Giudice di Campo. Seine Aufgabe besteht darin, den ordnungsgemäßen Ablauf des Spiels zu kontrollieren und einzugreifen, um Disziplin und Ordnung im Fall von Schlägereien auf dem Spielfeld zu bewahren.

Das Ziel des Spiels ist es, mit allen Mitteln den Ball innerhalb des gegnerischen Netzes, das sich am Ende des Spielfelds befindet, abzulegen. Dieser Wurf muss mit großer Präzision erfolgen, denn wenn er im Aus landet, erhalten die Gegner einen halben Punkt. Bei jedem Treffer müssen die beiden Teams das Spielfeld tauschen. Der Preis, der dem Siegerteam übergeben wird, ist sehr interessant. Es handelt sich um ein Chianina Kalb, das vom Maestro di Campo an die Gewinner übergeben wird.

Wie du gesehen hast, werden durch dieses uralte Spiel alte Traditionen wieder lebendig. Es gibt viele interessante Informationen über diese Sportart, die in einem besonderen Gebiet der Halbinsel entstanden ist. Jetzt, wo du weißt, worin der Florentiner Fußball besteht, kannst du noch weitere Kuriositäten und Informationen über dieses traditionelle Spiel entdecken.

 

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