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Das Epiphaniasfest: von den Ursprüngen zu den italienischen Traditionen

Einer der beliebtesten Feiertage der Italiener

Wie ist das Fest entstanden?

Der Begriff Befana stammt aus dem griechischen und es gibt ihn in Italien, angefangen in der Toskana und in Latium, seit dem XIV Jahrhundert – er wurde das erste Mal von Francesco Berni 1535 erwähnt – er wird verwendet um eine weibliche Puppe zu benennen, die in der Nacht des Epiphaniasfestes erscheint. Das Epiphaniasfest ist allerdings auf heidnische Glücksrituale zurückzuführen, die mit den landwirtschaftlichen Jahreszyklen verbunden waren. Rituale die später von den Römern übernommen wurden und zwischen der Wintersonnenwende und dem Feiertag Sol Invictus eingefügt wurden.

Während der 12 Tage nach der Sonnenwende glaubten die Römer, dass weibliche Personen auf die angebauten Felder flogen um sie fruchtbar zu machen. Einige Wissenschaftler haben diese Figuren mit der Göttin Diana assoziiert, Schutzgöttin der Vegetation und der Jagd, andere hingegen mit kleineren Göttern wie Sàtia (Sattheit) und Abùndia (Überfluss), oder mit einem antiken Winterfest, das zu Ehren von Janus und Strenia, von dem der Begriff Strenna (Geschenk) abstammt, ausgerichtet wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte und mit der Entstehung des Christentums löste sich die Figur der Befana von den heidnischen Zusammenhängen, aber wurde weiterhin an der zwölften Nacht nach Weihnachten gefeiert und wurde vollwertiger Teil der italienischen Traditionen.

Das Epiphaniasfest ist im Laufe der Jahre einer der beliebtesten Feiertage der italienischen Familien geworden, und ist Teil des italienischen Kulturerbes. Die Befana erscheint in den Traditionen von vielen italienischen Städten und Dörfern, in Gestalt einer alten Frau, die den Kindern Süßigkeiten und Geschenke bringt und die „alle Feste mitnimmt“.

Epifania, Epiphany, Epiphaniasfest

Die Heiligen drei Könige

Die Tradition der Süßigkeiten ist mit den Heiligen drei Königen verbunden. Die drei Könige begegneten nämlich während ihrer Reise auf der Suche nach dem Geburtsort von Jesus, einer alten Frau, die sie baten sie auf ihrer Reise zu begleiten um dem Erlöser Geschenke zu bringen. Anfangs wollte die Frau ihnen nicht folgen, aber dann bereute sie ihre Entscheidung und beschaffte sich einen Korb voller Süßigkeiten und versuchte die Heiligen drei Könige und mit ihnen das Jesuskind zu erreichen. Da sie es nicht schaffte sie zu finden, klopfte sie an jede Tür und schenkte den Kindern die Süßigkeiten die sie bei sich trug.

Außerdem ist die Befana in vielen Dörfern mit der Tradition verbunden eine Puppe zu verbrennen, die das alte Jahr, das bereits abgeschlossen ist, darstellt. Eine Tradition die wir in Gallipoli, in Bologna und im Piemont wiederfinden. Gemeinsames Merkmal aller Darstellungen ist der Besen, auf dem die Befana reitet wie eine Hexe, aber ihn dabei verkehrt herum hält.

Unsere Traditionen

Und jetzt sehen wir uns die Traditionen und die Folklore, die mit diesem Feiertag verbunden sind, an.

In den Marken und in Abruzzen sollen in der Nacht der Befana die Tiere anfangen zu sprechen, während man in Bologna sagt, dass sich die Stadtmauern in Ricotta verwandeln. In Kalabrien gibt es ein Lied, das von den Mädchen gesungen wird um das neue Jahr zu begrüßen. Auf dem Piazza Duomo in Mailand entsteht dagegen eine Prozession der Heiligen Könige Richtung Basilika di Sant’Eustorgio.

In Fornovo sul Taro, in der Provinz von Parma, gibt es sogar ein Nationales Treffen der Befane, das von Paraden, Märkten und Spielen begleitet wird. Piazza Navona ist dagegen der römische Ort der schon immer Vertreter der Feierlichkeiten des Epiphaniasfestes war: Vorstellungen, Aufführungen, Spiele und ein Treffen mit der Befana und den Heiligen drei Königen stellen den Moment dar auf den alle Kinder gewartet haben. Und es gibt auch Bezugnahmen auf den Wein und auf das Leben auf den Feldern!

In der Toskana schaut man durch den Kamin um die Entwicklung des önologischen Jahrgangs vorauszusehen, in Friaul läuft man durch die Weinberge und ruft „Brot und Wein, Brot und Wein und wir werden uns an der Gnade Gottes erfreuen“, während man in Venetien einen großen Holzhaufen anzündet, der „Panevìn“ genannt wird und auf dem eine alte Puppe gesetzt wird, währenddessen wird Wein getrunken und Prognosen über die Ernte aufgestellt. In Venedig gibt es stattdessen seit 30 Jahren die Regatta der Befana, die auf dem Canal Grande stattfindet.

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