Search

Alte Dörfer in der Lombardei

Die mittelalterlichen Dörfer in der Lombardei stellen ein außergewöhnliches künstlerisches, historisches und kulturelles Erbe dar, das mit einer atemberaubenden und wunderschönen landschaftlichen Umgebung einhergeht. Ein ruhige und alte Gegend der Lombardei, weit weg von den großen Touristenattraktionen, aber nicht weniger faszinierend.

Angera

angera

Angera, in der Provinz Varese, ist eine Gemeinde mit einer sehr alten Geschichte, die jedoch im Mittelalter zu einem wichtigen Dorf wurde und von einer imposanten Festung über dem Lago Maggiore geschützt wird. Die Säle der Festung sind mit wertvollen Fresken, Gemälden und Dekorationen versehen. Der künstlerisch bedeutendste Raum ist der Gerichtssaal „Sala di Giustizia“, der im 13. Jahrhundert vom Maestro di Angera mit Fresken bemalt wurde. Die Sala della Mitologia beherbergt eine Sammlung von über 300 niederländischen, französischen, deutschen, spanischen, chinesischen und italienischen Majoliken. Die Festung besteht aus fünf verschiedenen Gebäuden, die zwischen dem elften und siebzehnten Jahrhundert erbaut wurden. Als erstes der Scaligera Flügel, danach der Viscontea Flügel, dann der Torre di Giovanni Visconti und zum Schluss der Borromeo Flügel. In der Festung kann außerdem das Puppen- und Spielzeugmuseum besucht werden. Auf dem Burggelände befindet sich der Giardino dei Principi, der Verziere und der Giardino delle Erbe Piccole, die von professionellen Gärtnern gepflegt werden.

Cavernago

cavernago

Cavernago, in der Provinz Bergamo beherbergt eine Festung, die 1243 erbaut und 1470 von Bartolomeo Colleoni erworben wurde, der sie nach dem Militär als Rückzugsort nutzte. Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert umgebaut und diente seitdem eindeutig als Familiensitz und hatte keine militärische oder defensive Funktion mehr. Um das Gebäude herum verläuft ein doppelter Burggraben, der von der Familie Colleoni als Treffpunkt genutzt wurde und als Ort für Bankette und Turniere diente.

Castellaro Lagusello 

castellaro

Ein wunderschöner herzförmiger Teich spiegelt das mittelalterliche Dorf  Castellaro Laguselloin der Provinz Mantua, auf den Hügeln südlich der Mantuaner Seite des Gardasees. Das Dorf, in das man durch ein Tor gelangt, das früher mit einer Zugbrücke ausgestattet war, zeichnet sich durch alte Welfen-Mauern, enge Gassen und Gebäude mit freiliegenden Steinen aus. Der Ortseingang wird vom sogenannten Torre dell’Orologio dominiert, während im Stadtzentrum die Barockkirche San Nicola hervorsticht, in der sich eine hölzerne Madonna aus dem 15. Jahrhundert befindet. Im Herzen des kleinen Dorfes erhebt sich eine Festung mit Mauern und Sprossenfenstern, die einst eine feudale Burg war.

Bienno

bienno

Bienno in der Umgebung von Brescia ist ein wunderschönes Dorf, das von eleganten Palazzi, Kirchen, Portalen und Türmen geprägt wird. Früher standen zehn Türme und eine Burg, die später vom Benediktinerorden in ein Kloster umgewandelt wurde, in dem Ort. Die alten Häuser einheimischer Adelsfamilien verleihen dem Ort ungewöhnliche Eleganz und Charme. Im Zentrum stechen Casa Panteghini und Casa Bettoni, die in den Jahren 1483 und 1550 erbaut wurden, und Palazzo Simoni-Fè Montholon besonders hervor. Außerhalb der Stadtmauern, entlang des Vaso Re, stehen alte Schmieden und Mühlen.

Lovere

lovere

Am Iseosee, in der Provinz Bergamo, erhebt sich Lovere, ein Ort der zu den „Borghi più belli d’Italia“ (Die schönsten Orte Italiens) gehört. Seit der Antike bewohnt, ist Lovere heute ein Ort voller historischer, architektonischer und künstlerischer Überreste. Dazu gehören das aus dem 17. Jahrhundert stammende Rathaus und Piazza Vittorio Emanuele II., auf dem der Palazzo Podestarile, der Torre Civica und der Torre Alghisi, der Eigentum einer wichtigen einheimischen Familie war, stehen. Darüber hinaus beherbergt das Dorf die Accademia Tadini, ein Museum mit Werken von Antonio Canova, Jacopo Bellini, Tiepolo, Hayez…

Monte Isola

monteisola

Monte Isola liegt auf einer Insel des Iseosees – auf der größten italienischen Seeinsel – in der Gegend von Brescia und ist ein Ort, der für Touristen besonders interessant ist. Die Gegend, in dem das Dorf liegt, war einst vollständig mit Wald bedeckt und auf dem Gipfel erhob sich ein Heidentempel. Einige römische Villen sind Zeugnisse einer sehr alten und bedeutenden Vergangenheit. Die Familie Oldofredi ließ hier eine Burg errichten, die Rocca Martinengo, um die auf der Insel erbauten kleinen Orte zu schützen, die 1928 zu einer einzigen Gemeinde vereint wurden. Das Dorf ist unter anderem für die Herstellung von Fischernetzen und Holzbooten bekannt. Auf der Spitze des Berges, der die Insel überragt, erhebt sich das Santuario della Madonna della Ceriola aus dem 16. Jahrhundert, in dem sich Fresken aus dem 16. Jahrhundert und eine Ikone mit Madonna und Kind aus vergoldetem Holz befinden. Monte Isola besteht aus mehreren kleinen Dörfern, umgeben von dichter Vegetation. Darunter stechen die Befestigungsanlagen und die Palazzi mit Steinbögen besonders hervor.

Pomponesco

VISIT-LOMBARDIA

Giulio Cesare Gonzaga, der zur Bekanntheit dieses Dorfes beigetragen hat, regierte im 16. Jahrhundert in Pomponesco. Das Dorf liegt inmitten eines landschaftlich sehr interessanten Gebiets, nicht weit vom Naturschutzgebiet Garzaia entfernt, und verfügt über ein orthogonales Straßennetz, das auf das ursprüngliche Projekt von Giulio Cesare Gonzaga zurückzuführen ist. An der Stelle, an der einst die Burg stand, die im 18. Jahrhundert von den Franzosen zerstört wurde, befindet sich heute die Piazza XXIII Aprile, umgeben von alten Gebäuden mit Arkaden, die einst von Höflingen und ihren Familien bewohnt wurden. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen das Teatro Comunale, der Palazzo Pretorio und die Kirche Santa Felicita aus dem Jahr 1339. In Pomponesco gibt es einen kleinen jüdischen Friedhof und den Palazzo Cantoni, der einer wichtigen israelischen Familie gehörte.

Soncino

soncino

Soncino in der Gegend von Cremona ist ein Dorf, das inmitten der unvergleichlichen Landschaft des Parco dell’Oglio und des Bosco di Barco liegt. Das Dorf konnte sein mittelalterliches Aussehen erhalten und ist von einer Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert umgeben. Die Festung, die von der Familie Sforza errichtet wurde, beherrscht das Dorf. Es handelt sich um eine militärische Anlage mit vier Türmen und einem kleinen Ravelin mit vier Zugbrücken. An den zwei Kilometer langen Mauern, auf denen sechs Türme stehen, befinden sich interessante unterirdische Bauwerke, die einst der militärischen Verteidigung dienten. Im Zentrum des Dorfes stehen der Palazzo Comunale mit dem Torre Civica, Palazzo Azzanelli, und Casa degli Stampatori, das von Juden bewohnt wurde, die 1488 die erste vollständige hebräische Bibel von Ghershom Nathan druckten. Soncino gehört ebenfalls zu den „Borghi più belli d’Italia“.

Write a response

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Close
Your custom text © Copyright 2018. All rights reserved.
Close